22.05. Die innere Uhr weckt uns wie immer viel zu früh. Unausgeschlafen tappeln wir zum Frühstück. Ulli nimmt sich die Zeit mit uns zu frühstücken eh er zur Arbeit muss. Am Morgen ist es bereits schwülwarm. Wir entscheiden uns dafür draußen zu sitzen.
Der Blog hinkt bereits wieder einige Tage hinterher. Also heißt es nachschreiben und alles hübsch machen. Das dauert eine ganze Weile und so starten wir erst gegen Mittag.
“Easy going” bis Bamberg ist angesagt. Immer entlang des Main-Donau-Kanals kommen wir in die Stadt. Dort müssen wir zunächst in einem Baumarkt einen neuen Dichtring kaufen. Ich habe den im Verschluss von meinem Wassersack verloren. Der Neue passt nicht auf Anhieb, doch Oliver hat goldene Hände und befördert den Ring in den Verschluss. Danach knurren lautstark unsere Mägen. In einer kleinen Pasta-Bar lassen wir es uns gut schmecken.
Hinaus aus Bamberg gelangen wir an den Main. Weite Auen säumen das Ufer. Ein Paradies für vieeele Insekten. Mund zu und durch. Kurz vor Baunach finden wir eine kleine Quelle mit erfrischendem Wasser. Wir füllen alle Vorräte auf. Gerade wollen wir weiterfahren als Oliver findet, dass dieser Platz sich doch auch zum Übernachten eignet. Ein Tisch mit Bänken gibt es ebenfalls. So sparen wir uns die Suche und schlagen an der Stelle unser Zelt auf.
Radeln entlang des Main-Donau-Kanals
Akrobatik zum Füße waschen
23.05. Der zunächst klare Morgen verwandelt sich schnell in einen trüben mit dicken Schleierwolken überzogenen Himmel. Es sind einfach zu viele Flugzeuge am Himmel mit ihren Abgasen. Es ist schon sehr warm. Ein laues Lüftchen bringt Abkühlung.
Wir fahren entlang des kleinen Flüsschens Itz Richtung Coburg. Wie seit Tagen verliert sich unser Blick in der weiten Landschaft. Wir hängen unseren Gedanken nach und können es noch kaum fassen das wir bald wieder zu Hause sind. Erinnerungen an die Reise überkommen uns und nun soll’s das bald gewesen sein? Viele Leute fragen uns wie es nach der Reise weiter geht. Tja, gute Frage. Das Abenteuer Arbeitsalltag wartet noch bisschen auf uns. Und bis dahin schwelgen wir (wehmütig) in der vergangenen Zeit und freuen uns auf ein Wiedersehen mit Familie und Freunden.
In Coburg schieben wir die Räder durch die Altstadt. Das Adelshaus Sachsen-Coburg residierte hier. Überall lassen sich Spuren finden. Die bekanntesten Sachsen-Coburger “regieren” heute unter dem Namen Windsor in UK. Mit den Rädern durch die Stadt haben wir schnell wieder zuviel und suchen einen Weg hinaus. Mittlerweile ist es drückend schwülwarm. Am Himmel sammeln sich dicke Wolken unter den Schleierwolken.
Bis Schalkau kurz hinter der Grenze zwischen Bayern und Thüringen radeln wir noch. Gut 100Hm weiter oben auf dem Galgenberg mit schöner Aussicht über Schalkau bauen wir unser Lager auf. Nun befinden wir uns schon in Mitteldeutschland.