28./29.05. Tag 410/411 Deutschland

28.05. Pillingsdorf – Großheringen  69km, Ø14,9km/h, 4:36h, Gesamt 18039km

29.05. Großheringen – Merseburg  64km, Ø14,5km/h, 4:27h, Gesamt 18103km

28.05. Nach einer späten Nacht folgt logischerweise ein später Morgen. Wir lassen uns reichlich Zeit und verabschieden uns erst um die Mittagszeit von Ute und Gerhard. Danke euch beiden für die schöne entspannte Zeit! Wir haben es sehr genossen und sind nun wieder beschwingt auf dem Rad.

Es ist immer noch schwülwarm aber der Fahrtwind tut gut und kühlt ein bisschen. Das Streckenprofil ist wenig anspruchsvoll und meist eben. Über Stadtroda folgen wir dem Radweg entlang der Roda nach Jena. Dort fahren wir einige Orte ab, die insgesamt etwas über neun Jahre Zeit in Olivers Leben zwischen 1996 bis 2006 geprägt haben. Jena ist ein großer moderner Industrie- u. Hochschulstandort in Ostdeutschland. Der gewonnene Wohlstand spiegelt sich in der Stadt wieder. Heute zum Sonntag herrscht hier Ruhe im Zentrum. Was wohl hauptsächlich vom Feiern am Vortag und warmen Wetter liegt. Die Sonne drückt richtig. Die meisten- und sehr viel junge Leute tummeln sich im Paradiespark auf den Wiesen und am Wasser.

Entgegen unserem ursprünglichen Plan in Jena zu übernachten folgen wir der Saale weiter nach Norden. Sehr aufgeregt „wackelt“ das Insektenviehzeug über den Feldern und Wegen. Es sind so viele, dass unsere Arme manchmal schwarz sind wenn diese gegen uns klatschen. Weil uns die sehr seltenen Zeltplätze nicht zusagen radeln wir immer weiter. Bissl träge von der Hitze rollen wir vorbei an der Dornburg und durch Camburg.

Bei Großheringen finden wir an einem kleinen Angeltümpel eine geeignete Stelle zum Übernachten. Notdürftig wischen wir uns den klebrigen Schweiß mit Wasser getränktem Küchenpapier vom Körper. Wir sind so erledigt, dass uns noch nicht mal mehr der vorbeirollende enorme Zugverkehr der nahegelegenen Bahntrasse Leipzig/Nürnberg den Schlaf raubt.

29.05. Am Morgen ist es bereits wieder drückend warm. Ab auf die Räder, damit wir uns vom Fahrtwind kühlen lassen können. Die anfängliche Bewölkung verschwindet im weiteren Tagesverlauf und macht den heißen Sonnenstrahlen Platz. Dennoch ist das besser als frieren.?

Weiter folgen wir dem Radweg an der Saale durch den Burgenlandkreis. Einfach zu erkennen an den vielen Burgen die an der Strecke liegen. Nahe der Burg Saaleck und Burg Rudelsburg geht es durch Bad Kösen nach Naumburg. Dabei streifen wir östlich das Weinbaugebiet Saale-Unstrut. Schon von weitem sind die hohen Kirchtürme des Naumburger Doms zu erkennen.

Da wir nicht gewillt sind den hohen Eintritt für den Dom zu bezahlen, begnügen wir uns mit einem Rundgang aussen drumherum. Dafür leisten wir uns lieber ein leichtes leckeres Mittagessen und DDR Softeis. ? Danach geht’s durch die Altstadt hinaus. Die Mäander der Saale begleiten uns weiter auf dem Weg nach Norden. Durch Weißenfels, vorbei an der großen Raffinerie Leuna mit ihrer ewigen Flamme nach Merseburg. Von der Hitze geplättet interessiert uns nur noch der nächste Lebensmittelmarkt und alsbald ein Platz zum Übernachten.

Zurück an der Saale kommen wir nach wenigen Kilometern am Bootshaus Merseburg vorbei. Dort packt gerade ein Radler sein Zelt aus. Neugierig fragen wir ihn ob der Zeltplatz offiziell ist. Vom Bootsverein wird gegen einen kleinen Obolus das Zelten gestattet, warme Dusche inklusive! Das nehmen wir so. Außerdem hatten wir lange keine radelnden Zeltnachbarn mehr. Wir lernen Klemens und seine „Schwester E“ (Spitzname) aus Wertheim kennen. Beide sind auf einer kleinen Deutschlandtour nach Berlin. Wir verbringen einen netten unterhaltsamen Abend.

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3 Antworten zu 28./29.05. Tag 410/411 Deutschland

  1. david sagt:

    Kommt doch ins Baltikum zurück ! Hier ist es angenehm 14°c !!!

    • Oliver sagt:

      Das machen wir bestimmt David, aber später. Erstmal geht’s nach Hause. Lg Maria&Oliver

  2. Saskia u. Thomas sagt:

    Hallo ihr beiden,
    wir melden uns etwas spät hier mit einem Kommentar. Zur Zeit sind wir mit Bettine auf Pfingsturlaub in Thüringen. Ihr habt bei eurer Tour durch Thüringen viele Orte gestreift, die wir auch schon in Herbsturlauben besucht haben. Wir waren in Rottenbach und sind die Oberweißbacher Bahnen abgefahren, haben die Schwarzburg Besuch und an der Saale wohnten wir auf der Dornburg und waren an der Saale unterwegs.
    Wir freuen ins aufs Wiedersehen, erholen uns hier bei Ilmenau noch einen Tag. Herzliche Grüße von allen!
    Saskia

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