18./19.01. Tag 280/281 Insel Kreta

18.01. Avli – Mires  64km, ∅15,3km/h, 4:08h, Gesamt 13082km

19.01. Mires – Agia Galini  30km, ∅15,5km/h, 1:56h, Gesamt 13112km

Es war kalt in der Nacht zum 18., auch unter dem Dach an der Kapelle! Ich hatte doch tatsächlich bisschen kalte Füße und Maria sowieso. ? Wir warten bis die Sonne hinter den Bergen hoch kommt bevor wir aus dem Zelt kriechen. Heißer Kaffee tut gut, ein ordentliches Frühstück -Griesbrei mit Früchten, Haferflocken plus Honig dazu, und schon wird’s wärmer.

Die heutige Strecke schließt bei dem Ort Karavados unsere Schleife um Ost-Kreta und verläuft weiter in die Ebene, in Richtung der Küste zum Lybischen Meer. Na so ganz stimmt das mit der Ebene nicht. Das merken wir auf dem Rad sehr schnell. Es ist hügelig und vollständig mit Olivenbäumen „bestückt“. Der Wind kommt immer noch von vorn, aber weniger stark. Seit langem pedalieren wir mal wieder straff über 60km. Vor der Stadt Mires gibt es eine „Alte-Steine-Stätte“, welche geschlossen ist. Lediglich niedrige Mauerreste sind zu erspähen. Wir konzentrieren uns lieber auf die Schlafplatzsuche, denn die Sonne steht schon tief. Fündig werden wir mit Google Maps Hilfe und steuern eine Kapelle kurz vor Mires in den Olivenhainen an. Die ist weniger versteckt als die Gestrige aber wir können gut das Zelt aufstellen. Sollte es „tröppeln“, sie ist offen. Die Straße 100m davor ist sehr klein und wir staunen über den vielen Autoverkehr bis in den Abend. Nach einer großen Portion Nuddelsuppe und drei Verschlusskappen voll Raki, lockt der Schlafsack im Zelt. Der Himmel ist klar und es wird kalt!

19.01. Gut das wir die dicken Strümpfe mit rein genommen haben. Diesmal waren die Füße warm geblieben. ? Schade, heute zieht der Himmel in den Bergen zu. Das heißt, wir bleiben erstmal auf der großen Straße und „arbeiten“ uns einfach stupide ein Stück vorwärts bis Agia Galini. Bevor es los geht, lassen wir noch einen Regenschauer durchziehen und der Zweite zog durch, als wir im Lidl einkauften. Gutes Timing und wir kommen trocken in Agia Galini an. Vorher ging’s natürlich gut 200m hoch. Dabei kamen wir an einem Militärgelände vorbei. Ich wartete davor auf Maria und hielt ein bisschen „small talk“. Als Dankeschön bekamen wir Trinkwasser und erfrischenden Saft an der Wache durch’s Tor gereicht. Dafür hat der wachhabende Offizier seinem Soldaten aber Beine gemacht: „Los los und schon wieder da sein!“ Auf griechisch natürlich. ?

In Agia Galini haben wir ein preiswertes Zimmer bekommen und entspannen den Rest des Tages. Wie ein wasserscheuer Kater gucke ich ab und zu aus dem Fenster und wünsche uns klaren Himmel in den Bergen im Norden für morgen.

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