24./25.05. Tag 406/407 Deutschland

24.05. Schalkau – Oberweißbach  40km, Ø12,5km/h, 3:09h, Gesamt 17876km

25.05. Oberweißbach – Unterwellenborn  56km, Ø14,7km/h, 3:49h, Gesamt 17932km

24.05. Hinein geht’s in den Thüringer Wald. Es wird (mal wieder) nur eine kurze Tour. Wir folgen einer Einladung von Frank nach Oberweißbach. Diese hatten wir im September auf dem Col du Tourmalet bekommen. Frank hat uns eingeladen zu Bier und Thüringer Rostbratwurst. ?

Über Limbach und einem folgenden Anstieg bis auf 823Hm erreichen wir das Schwarzatal bei Katzhütte. Auf dem Kamm kreuzen wir den Rennsteigwanderweg. Das Profil sieht recht sportlich aus. Wir bleiben auf der Strasse und nehmen noch eine Steigung auf dem Weg nach Goldisthal mit. Danach rollt es bis Katzhütte hinab. Ein trauriger fast verlassener Ort. Von Frank erfahren wir später, dass dort im Winter so gut wie keine Sonne hinkommt. Das verstärkt das trübe Bild des Ortes.

Pünktlich zum Mittag meldet sich der kleine Hunger. Während wir pausieren kommt ein weiteres Radlerpärchen daher. Sie haben an ihren Rädern nur unterm Sattel eine Tasche. Sogenanntes ‚Bikepacking‘. Damit sind sie bis zu vier Wochen unterwegs. Allerdings ohne Zelt usw. Als wir von unserer Tour berichten verstehen sie aber sehr wohl das es dafür etwas mehr Zeug braucht.

Etwas später sind sie in Meuselbach-Schwarzmühle nur kurz vor uns. Das zieht mich dolle auf dem Weg nach oben. Die Strasse ist im Ort durchaus sehr steil. Aber immerhin bin ich mindestens genauso schnell wie Sie auf ihrem Rennrad. ?

Am Nachmittag trudeln wir in Oberweißbach ein. Von Frank werden wir bereits erwartet. Er sieht nach einem Sturz bei seiner Wochenendtour reichlich ramponiert aus. Das tut seiner guten Laune keinen Abbruch. Wir verbringen gemeinsam einen lustigen unterhaltsamen Abend. Die Verköstigung ist ebenfalls vom Allerfeinsten. Es wird spät bis wir ins Bett gehen.

25.05. Ups, war wohl gestern doch ein Bier zuviel für mich? Erstmal versuchen auszuschlafen (dabei von einer Mücke unters Auge gestochen werden) und später bei einem herzhaften Frühstück die Lebensgeister wieder in Schwung bringen. Gegen Mittag verabschieden wir uns von Frank und seinem Nachbarn.

Heute zu Christi Himmelfahrt gestalten wir uns eine gemütliche Runde. Es geht über das Schloss Schwarzburg zur Klosterruine Paulinzella. Für mich ist die Strecke seeehr zäh. Irgendwie fühl ich mich wie gelähmt. Dazu haben wir gefühlt in jede Richtung Gegenwind. Doch die schönen blühenden Wiesen und die weite Landschaft entschädigen für die Anstrengung. In Paulinzella legen wir eine ausgiebige Pause ein und lassen die Magie des Ortes auf uns wirken.

Am Nachmittag radeln wir entlang der Schwarza über Bad Blankenburg an der Saale nach Saalfeld. Mit den letzten schlaffen Kräften finden wir bei Unterwellenborn einen Platz für’s Zelt.

 

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2 Antworten zu 24./25.05. Tag 406/407 Deutschland

  1. Oma und Opa sagt:

    Liebe Maria, lieber Oliver,
    jetzt seid Ihr ja in für mich sehr bekanntes Gebiet gekommen. Während des Studiums in Jena hatten wir zwei jeweils einjährige Praktika zu absolvieren. Das erste verbrachte ich im Lehr- und Versuchsgut Altenberga. Es liegt in einem hübschen kleinen Seitental links der Saale. Die nächste Bahnstation war Rothenstein. Der weitere Weg mußte zu Fuß bewältigt werden. Das war besonders nachts nicht angenehm und ich achtete immer darauf, nicht bei Neumond unterwegs zu sein. Das zweite Praktikum leistete ich in der LPG Niederpöllnitz ab. Das war eine große LPG südlich von Gera, die sich über mehrere umliegende Dörfer erstreckte. Landschaftlich war es dort nicht so schön wie in Altenberga, wo viele seltene Pflanzen auf den Kalkhängen wuchsen.
    Früher wurde Thüringen besonders wegen des fruchtbaren Ackerbodens „das grüne Herz Deutschlands“ genannt. Ihr könnt mit Eurer inzwischen großen Reiseerfahrung überprüfen, ob das noch so stimmt. Und ob auf den Feldern die unterschiedlichsten Fruchtarten wachsen oder ob sich der Anbau auch dort hauptsächlich auf Raps und Mais reduziert hat.
    Herzliche Grüße auch von Opa, der sich schon zu seinen Federn begeben hat.
    Oma

  2. Monica lindfors sagt:

    Dear Maria and Oliver,
    you are approaching your hometown the „the finish is around the corner“At this moment i want to thank you for all your nice stories during the year,the last weeks has also been of great interest i have learned a lot of your Germany.Thank you.the summer is not
    yet here in its full blossom but the tulips and daffodils are blooming i like may and june,the nature is so beatyful in light green colours.I wish you all the best for the future, relax and enjoy .I guess you will be „pedaling“ in your dreams.yours sincerely Monica/Finland

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