19.-21.05. Tag 401-403 Deutschland

19.05. Reubach  0km, Gesamt 17597km

20.05. Reubach – Lenkersheim  60km, ∅13,9km/h, 4:20h, Gesamt 17657km

21.05. Lenkersheim – Heroldsbach  61km, ∅16km/h, 3:47h, Gesamt 17718km

19.05. Der Tag beginnt durchwachsen. Während des Frühstücks überlegen wir hin und her ob wir weiter fahren sollen oder noch eine Nacht bleiben. Angeboten wurde es uns und die Wetterprognose für den heutigen Tag sieht nicht gerade rosig aus. Wir entscheiden uns zu bleiben. Außerdem möchte ich nicht so einfach verschwinden ohne das wir uns richtig verabschieden.

Gegen Mittag kommt Waltraud von der Arbeit heim. Zu dritt bereiten wir uns ein leckeres Fischgericht zum Mittagessen. Von wegen zu viele Köche verderben den Brei! Es ist toll mal wieder einen anderen Geschmack auf den Geschmacksknospen zu haben. Gemeinsam fahren wir danach (mit dem Auto) nach Dinkelsbühl. Das schöne Städtchen hätten wir sonst verpasst. Laut Magazin Focus ist es die schönste Stadt Deutschlands. Auf jeden Fall ist es eine sehr hübsche mittelalterliche Stadt. Da sie im Krieg nicht zerstört wurde ist das meiste noch originalgetreu erhalten. Eine der größten Hallenkirchen steht in Dinkelsbühl, berichtet uns Waltraud. Ebenso sehenswert sind die vielen bunten Fachwerkhäuser und die komplett erhaltene Stadtmauer. Der einsetzende und immer stärker werdende Regen treibt uns leider zu schnell zum Auto zurück.

Den Abend haben wir für uns zum Lesen und Schmökern zur Verfügung. Waltraud und Konrad müssen noch bissl arbeiten. Kritisch äugen wir immer wieder aus dem Fenster. Es regnet und regnet… Morgen soll es besser werden.

20.05. Juhu, tatsächlich die Sonne scheint wieder. Gut gelaunt frühstücken wir alle zusammen. Es macht uns viel Spaß bei Waltraud und Konrad und wir freuen uns die beiden kennengelernt zu haben. Den Aufenthalt haben wir sehr genossen. Danke euch beiden!

Heute steht Rothenburg ob der Tauber auf dem Programm. Oliver möchte es mir unbedingt zeigen und die vielen Touristen aus Asien, meist Japan und Korea. Rothenburg gehört zu dem Reise Schnellprogramm „Europa in sieben Tagen“. Entsprechend viel ist dort auch los. Im Gegensatz zu Dinkelsbühl wurde Rothenburg im Krieg stark beschädigt. Die Innenstadt wurde komplett wiederaufgebaut. Schmuckvoll präsentiert sich das Altstadtensemble. Mit den Rädern ist es bisweilen schwierig über das Kopfsteinplaster und zwischen den vielen Leuten hindurch. Für einige Besucher werden sogar wir zur Attraktion. Wir haben einige nette Gespräche. Insgesamt bietet es sich an die beiden Städte Dinkelsbühl und Rothenburg noch einmal zu besuchen.

Von Rothenburg aus radeln wir über die Frankenhöhe ins Tal der Aisch. Dem kleinen Flüsschen folgen wir bis Bad Windsheim. Da kaufen wir noch eine Kleinigkeit zu essen, dösen eine kurze Runde durch die kleine Innenstadt und überlegen wo wir die Nacht unser Zelt aufstellen. In Lenkersheim, gut 4km weiter an der Aisch, dürfen wir an der Seemühle zelten. Zu unserer Überraschung werden wir von der Eigentümerfamilie zum Grillabend eingeladen. Da sagen wir natürlich ohne zu zögern „ja gern!“. ? Spät abends verkrümeln wir uns in die Schlafsäcke und schlafen sehr schnell ein. Es sind nur knapp über 6°C draußen.

21.05. Wir haben gut geschlafen und krabbeln aus dem Zelt bei super Sonnenschein. Klaus „von der Seemühle“ kommt vorbei und lädt uns sogleich noch zum Frühstück ein!? Danke für eure Gastfreundschaft! Zufrieden und gut gesättigt steigen wir aufs Rad und folgen weiter der Aisch auf dem Radweg. Keine 4km weiter in Ipsheim fängt uns ein Landwirt auf einen Kaffee ab. Olivers alter Hinterreifen machte ihn aufmerksam, dass wir wohl bestimmt länger unterwegs sind. Stimmt! ? Ein Stündchen später kurbeln wir weiter durch die liebliche Frühlingslandschaft. Alle Leute hier und heute des Weges sind gut drauf. Mit einem weiteren Pärchen auf Rädern (konventioneller Kurbelantrieb) spulen wir unterhaltsam paar Kilometer ab. Sie empfehlen uns unbedingt mal „Auf ein Keller“ zu gehen. Quasi einfach Bier trinken mit Brotzeit. Kurz vor sechs abends treffen wir bei Olivers Cousin Ulli und seiner Frau Jacqueline in Heroldsbach ein. Ulli schlägt uns gleich vor heute „Auf ein Keller“ zu gehen. Prima, ja machen wir! Bier, essen, Sekt, quatschen… Der Abend wird lang und erst nach Mitternacht fallen wir müde ins Bett. Das gequake der Teichfrösche befördert uns schnell in tiefen Schlaf.

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4 Antworten zu 19.-21.05. Tag 401-403 Deutschland

  1. Oma und Opa sagt:

    Liebe Maria, lieber Oliver,
    jetzt seid Ihr der Heimat ja schon sehr nahe gekommen. Und nachdem Ihr so viel erlebt habt, hoffen wir, daß Ihr die letzten Etappen durch bekannte Gefilde mit besonders frohen Gefühlen meistert.
    Alles Gute und herzliche Grüße
    Oma und Opa

    • Maria & Oliver sagt:

      Liebe Oma, lieber Opa!
      Es ist schon schön der Heimat so nah zu sein. Trotzdem sind wir, zumindest gedanklich noch sehr weit weg. Und Thüringen ist für mich durchaus Neuland. Vieles kenne ich noch nicht oder kann mich einfach nicht mehr erinnern.
      Liebe Grüße Maria & Oliver

  2. Vati und Mutti sagt:

    Liebe Maria und lieber Oliver,
    nach dem wir die beiden letzten Berichte gelesen haben, kommen wir zu dem Eindruck, daß es bei euch zur Zeit weniger ums Reisen, sondern mehr ums Essen und Trinken geht. Wenn das so weiter geht, kommt ihr im wahrsten Sinne des Wortes nach Hause gerollt, mit jeder Menge Hüftgold.
    Liebe sonnige Grüße von Vati und Mutti.

    • Maria & Oliver sagt:

      Hallo ihr Lieben!
      Ja, der Genuss soll schließlich nicht zu kurz kommen. Es gibt eine Menge nachzuholen. Doch keine Angst, hin und wieder radeln wir noch ein Stück.
      Viele Grüße Maria & Oliver

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