01./02.05. Tag 383/384 Italien/Österreich

01.05. Goldrain – St. Valentin  40km, Ø11,2km/h, 3:23h, Gesamt 16933km

02.05. St. Valentin – Grins (Austria)  67km, Ø15,1km/h, 4:24h, Gesamt 17000km

01.05. Warm war’s die Nacht im Zelt. Am Morgen ist es zwar draußen noch etwas kühl, doch die Sonne kämpft gegen die Wolken. Als wir starten ist auf dem Radweg schon wieder eine Menge los. Leider ziehen die Wolken im Laufe des Vormittags immer weiter zu.

Bei Schlanders verlassen wir erstmal den Radweg und radeln über die Strasse. Oliver braucht ein „warm up“ vor dem Pass Anstieg. ? Der eigentliche Grund ist, dass er die Schotterstrecke umgehen will. Viel Verkehr ist zum heutigen Feiertag auf der Strasse. Wir vermuten die Meisten sind auf der Rückreise, denn fast alle Autos haben deutsche Nummerschilder. Ab Spondinig kommen wir zurück auf den Radweg. Dieser steigt allmählich an. Der Blick ins Tal drückt heut leider ganz schön auf’s Gemüt. Alles ist grau und die ersten Tröpfchen fallen vom Himmel. Wir versuchen uns gegenseitig zu motivieren so gut es geht. Doch die Beine drehen schwer die Pedalen. Für die Umgebung haben wir kaum ein Auge übrig.

Ab Laatsch beginnt die Steigung zum Reschensee. Diese hat es ganz schön in sich. Wir sind zwar mittlerweile viel gewohnt, doch heut steckt der Wurm drin. Es geht nur sehr laaangsam vorwärts. Immer mal halten wir um ein paar Kekse zu knabbern oder finden einen anderen Grund um mal zu halten. Dann gibt es wieder Passagen, da geht’s  nur mit schieben vorwärts. In Burgeis meint ein Frau zu uns: Wenn wir das alles mit den Rädern hoch fahren, dann Hut ab. Ich habe ihr erzählt was schon hinter uns liegt. Da konnte sie nur den Kopf schütteln. Wir haben uns noch nett mit ihr und ihrer Freundin unterhalten.

Das jetzt nur noch wenige weitere Radler unterwegs sind, wundert uns kaum. Das Wetter wird immer schlechter, es ist kalt und es regnet. In St. Valentin auf der Heide unterhalb vom Reschensee brechen wir schließlich die Etappe ab. Schnell finden wir eine Unterkunft. Die Heizung läuft und es gibt ein Schwimmbecken im Haus. Das nutzen wir zum Ausgleich für die heutige kurze Tour.

Als wir in unser Zimmer zurück kommen sehen wir, dass Frau Holle draußen fleißig am Arbeiten ist. Es schneit mit starken Wind dazu. Ein Glück, wir sind drin! Soviel zum „Wonnemonat“ Mai! Nur zum Essen huschen wir schnell hinaus in eine Pizzeria. Sehr lecker die Pizzen, natürlich mit Südtiroler Speck und gemütlich ist es in der Gaststube.

02.05. Eine Winterlandschaft mit Bergpanorama und Sonnenschein begrüßt uns an diesem Morgen. Ohne Eile beginnen wir den Tag und starten gegen 10Uhr. Brrr…, es ist doch noch ganz schön frisch draußen. Zügig strampeln wir über den Radweg weiter westlich entlang am Reschensee. Da wir den falschen Abzweig erwischen fahren wir die meiste Zeit im Wald bergauf statt direkt am See. Bei 1610Hm ging es dann aber wieder herunter. Zur Zeit ist wenig Wasser im See. Er wird vor der Schneeschmelze absichtlich abgelassen. Nach 11km erreichen wir den Ort Reschen. Dort kaufen wir unser Frühstück – Vinschger Paarl, Südtiroler Speck und Bergkäse! Vor der Kirche, windgeschützt und in der Sonne, lassen wir uns anschließend alles gut schmecken. Frühstück und Mittag in einem.

Weiter soll es nur bis Landeck gehen. Eine sehr entspannte Etappe. Es geht fast nur bergab! ? Tolle Bergpanoramen begleiten uns. Hinter Nauders verlieren wir irgendwie den Radweg und rollen über die Strasse mit ihren Tunneln ins Tal. Kurz vor Pfunds treffen wir den Radweg dann wieder. Das hat uns wohl paar Kilometer Strecke über die Schweiz gespart. Nun fahren wir im Oberen Inntal immer entlang des Inn. Wir genießen das leichte Fahren in diesem schönen Tal.

Kurz vor Landeck treffen wir seit langem mal wieder einen Reiseradler. Er kommt aus Holland und ist nach Rom unterwegs. Nach unserem Bericht meinte er, er wäre auch froh käme seine Frau mit zu solchen Radtouren.

In Landeck stopfen wir die Taschen mit Essen voll und fahren noch die letzten 4km bis zur Unterkunft. Dafür müssen wir nochmal straff ran. Mit zum Teil über 12% Steigung fahren wir nach Grins. Das haben wir beim Buchen der Unterkunft nicht beachtet. Wahrscheinlich musste es sein um das Höhenprofil der heutigen Etappe aufzuwerten. ?

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7 Antworten zu 01./02.05. Tag 383/384 Italien/Österreich

  1. david sagt:

    Das war auch mein Weg im Januar, es war nur ein bisschen kälter 😉 !! Aber schön.

    • Maria & Oliver sagt:

      Hey David, ob es so viel kälter war bei dir wag ich zu bezweifeln. Wir hatten Schnee und Temperaturen im einstelligen Bereich. Aber in der Sonne war es wunderbar. Ein herrliche Gegend zum Radfahren und Wandern!

  2. Oma und Opa sagt:

    Hallo ihr beiden, unter Eurem Bild vom Ortler findet ihr einen Kommentar von mir. Euer Opa Peter

    • Maria & Oliver sagt:

      Hallo! Den Kommentar haben wir gelesen und beantwortet.
      Viele Grüße

  3. Mutti sagt:

    Liebe Maria und lieber Oliver,
    danke für die Bilder vom Reschensee und Umgebung. Da werden wieder schöne Erinnerungen an die beiden Urlaube wach. Ich habe mir gleich mal die Urlaubstagebücher angesehen.
    Hoffen wir das ihr den Winter nun endlich hinter euch gelassen habt.
    Liebe Grüße von Mutti

  4. Monica lindfors sagt:

    Hello dear Maria and Oliver,
    Thank you for the nice postcard from Slovenia Julianska alpen.You’ll be home soon?tThe spring is 3 weeks late up here north,the nights are cold -3to -5degrees, during the day it is around +13.Some of the wild flowers are blooming (finally)anemone nemorosa,anemone hepatica and the tussilago farfara.So you“ll be home in a few weeks what shall i do then at my morning coffee?you should see my atlas with all the remarks and comments about your trip.
    I wish you all the best.
    Best regards from all of us
    monica

    • Maria & Oliver sagt:

      Hi Monica, yes unfortunately in few weeks we are back in Dresden. But up to this day we will further writing in our blog. For your good morning!?
      Enjoy the nordic spring!
      Cordially Maria & Oliver

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