06.12. Tag 237 Griechenland

Mavrovouni/Githio – Geraki  45km, ∅15,4km/h, 2:56h, Gesamt 11993km

Unser Geschenk zum Nikolaus-Tag: Radfahren!?

Nach dem reichlichen Frühstück verabschiedeten wir uns von Petra, unserer lieben Wirten der vergangenen elf Tage und starten bei bestem sonnigen Wetter in Richtung Parnon Gebirge.

Es ist ein seltsames Gefühl wieder auf den voll bepackten Rädern zu sitzen. Es wirkt etwas surreal. Anfangs fährt es sich auch komisch und lähmend. Die ersten kleinen Steigungen werden zu großen Herausforderungen. Haben die Muskeln etwa schon abgebaut???

Auf dem Weg nach Skala folgen wir anfangs der schönen Küstenlinie. Hier ist sie nicht so bebaut wie auf der anderen Seite des Mani. Die winterliche Ruhe liegt über der Gegend. Es sind kaum Leute unterwegs, außer ein paar Bauern. Danach kommen wir in eine weite Tiefebene. Wohin das Auge blickt, überall stehen Orangen- und Olivenbäume und locken mit ihren leckeren Früchten. Wir lassen es uns nicht nehmen und pflücken uns zwei Orangen. ?

In Skala finden wir einen Elektronikladen. Ich kaufe dort einen USB/SD-Card Adapter, damit wir die Fotos wieder übertragen können. Es gibt auch einen Lidl Markt und schwups sind die Taschen voll. Bis zum Dorf Geraki am Fuss des Parnon Gebirges wollen wir noch radeln und uns den Pass auf 1200m für den nächsten Tag aufheben. Bis Geraki auf 330m Höhe ging es stetig leicht bergauf. Schwer war es dennoch! Aber so langsam kommen wir auch wieder in Tritt.

Beim schlendern durch die engen steilen Gassen des Ortes bleibe ich vor einem Haus mit luftiger Garage stehen. „Komm Maria, ich frag da mal ob wir unser Zelt hier darunter aufstellen dürfen?“ Wir sahen auch was zum Sitzen, zum Aufwaschen und… Ich klingelte. Der Sohn war da, sprach englisch und war einverstanden. Er telefonierte mit seinen Eltern, welche ebenfalls einverstanden waren. Wir breiteten uns sofort aus und hatten auch eine Toilette mit Dusche. Später kam der Vater zu uns um sich zu vergewissern, dass wir keine „kriminellen Absichten“ haben. Alles gut!

Die Sonne ging unter und die Kühle kam. Da meinte die Oma, welche mit im Haus wohnt es sei viel zu kalt zum Essen & Schlafen draußen. Also rein in Großmutters Stube! Währenddessen wurde für uns die kleine Couch im Nebenraum bettfertig gemacht. Der Sohn Christos half mit griechisch-englisch übersetzen. Perfekt, es war ein wunderbarer Radeltag!

Dieser Beitrag wurde unter Dezember 2016 veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.