05.-07.08. Tag 112-114 Deutschland

Trier – Wehr (an der Mosel, 15km vor Frankreich)

51km, ∅16,9km/h, 3:01h, Gesamt 6271km (nur am Tag 114 geradelt)

Das Wochenende haben wir entspannt in Trier verbracht, bei übrigens schönem sonnigen Wetter. Freitag haben oder besser mussten wir ausschlafen und kuscheln, wenn wir schon mal wieder ein bequemes Bett haben. ? Zum Frühstück hab ich eine leckere Portion Rührei mit Schinken gemacht und da es wie gewohnt bei mir viel wird, haben wir Tina auch was abgegeben. Sie wollte eigentlich schon weg sein, zu einem Wanderausflug mit Freundin und Zelt. Wir haben also ihre Wohnung für uns allein. Nach dem Frühstück haben wir unseren Blog aufgefrischt. Maria wieder mehr als ich. Ihr bekommt ja mit, wie fleißig und schön sie das macht. ? Die Bildschirm-Aufblitz-Tastatur mit Android’s Besserwisser- oder Verschlimmbesserungskorrektur und ich… Üben!

Dann ging’s los zum Stadtbummel. Wir suchten die antiken Stätten auf und schlenderten so noch durch die Altstadt. Beeindruckt und gefallen hat uns besonders das oder die Porta Nigra. Es ist erstaunlich gut erhalten. Die antiken Bauten weckten ein bisschen Erinnerungen an meine zwei Reisen in Griechenland und eine in der Türkei. Aber diese hier stehen hier in Deutschland! Das römische Reich in seiner größten Ausdehnung in Europa. Wir wollen uns noch was für Sonnabend zum angucken aufheben und beenden den Tag mit einem reichlich großen Nudelteller im Quartier.

Heute sind wir ein Stück hinauf zu den Weinbergen, um ein Blick von oben auf das antike Amphitheater zu bekommen. So richtig gelingt es uns nicht, da ja alles dafür getan wir um das Eintrittsgeld zu kassieren. Hecken, Bäume, Zäune… Wir vertrösten uns in Gedanken mit den antiken Stätten, welche wir noch ohne Zaun und Kasse sehen werden. ? Weiter ging’s zum Dom, welcher in Trier sehr opulent ausgeschmückt ist. Alle Epochen seit dem Jahr 200 n.C. sind darin enthalten. Naja, mit dem Hipe um Schreine und Reliquien können wir wenig anfangen. Ob das alles echt ist? Wahrscheinlich nicht, denn die Religionen der Welt sind zu verlogen, finden wir. Architektonisch sind’s alles Meisterwerke, keine Frage. Insgesamt ist Trier eine schöne Stadt und sie erinnert mich ein bisschen an die thüringische Stadt Jena im Saaletal, was die Größe und die Lage im Tal mit den steilen Hängen beiderseits der Mosel betrifft.

Maria kochte uns heute noch ein leckeres großes Mahl: Hähnchenfilet mit grünen Bohnen, Nudeln und viel Soße. ? Die Bohnen waren frisch vom Markt in der Altstadt.

Sonntag Mittag und wir nehmen Abschied von Trier und so langsam auch wieder von Deutschland. Dankeschön Tina, dass du uns vertrauensvoll Deine Wohnung überlassen hast!☺

Entlang der Mosel bei echtem Postkarten-Wetter geht’s weiter Richtung Frankreich. In Konz mündet die Saar in die Mosel. Der Saar folgen wir 7km stromaufwärts. Ja, denn wir haben uns quasi verfahren. Irgendwie hatten wir eine Abzweigung verpasst. So sind wir nach einer Kaffeepause über die Saar-Schleuse bei Kanzem auf der anderen Seite zur Mosel zurück. Links und rechts steile Hänge voll mit Rebstöcken! Und ein bisschen kann ich Frankreich schon spüren. Wir freuen uns schon auf das Land!☺ Mittig in der Mosel verläuft die Grenze zu Luxemburg. Dieses Land interessiert uns weniger, daher lassen wir es auch links oder besser rechts liegen.

Da unsere Wasservorräte zur Neige gingen, fragten wir in Wehr eine Frau vor ihrem Haus nach Leitungswasser. „Kein Problem, kommt mit.“ Ihr Mann führte uns zur Tränke und wir kamen ins Gespräch. Spontan boten sie uns an, noch ein Glas Wein in ihrem Garten zu probieren. Maria nickte sofort zustimmend und ich wusste wir fahren heute nicht mehr weit. Dort konnte ich auch noch bequem mein großes Eis essen. Den der italienische Eismann kam vorbei!☺ Der Wein war lecker fruchtig und kommt von ihrem kleinen 12ha Hang. 20Uhr15 ging’s weiter. Für ca. 2km! Wir hatten einen schönen Platz für unser Zelt am Radweg gesehen und die Sonne stand schon tief über den Hängen.

Nach dem kleinen Abendbrot konnten wir den warmen Abend mit Mondsichel und Sternen genießen. Ich holte das Fernglas und wir spürten die tief stehende Venus am Westhimmel auf. Mars und Saturn gesellten sich im Sternbild Skorpion im Süden dazu. Kurz nach 22 Uhr zog noch die Raumstation ISS hell und schnell über den Himmel. Na da können wir ja jetzt zufrieden vom Tag schlafen gehen. ☺

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4 Antworten zu 05.-07.08. Tag 112-114 Deutschland

  1. Saskia u. Thomas sagt:

    Hallo ihr Zwei,
    Jetzt mal wieder paar Grüße von den Sickert. Ich hoffe es ist nicht doppelt, den ersten Versuch hat das Ding gefressen……
    Also wir freuen uns immer über die ausführlichen Berichte eurer Tour. Mit dem Wetter ist es ja dieses Jahr so eine Sache. Wir haben jetzt auch Urlaub und haben versucht den Regen mit unserem Zauberzelt zu uns zu leiten. (Bei Garmich P. in den Alpen) Es ist uns auch gelungen, aber für euch scheint es trotzdem noch zu reichen. Na ja, kann man eben doch nichts machen. Bei wolkenlosen Nächten haben wir übrigens auch zu den Sternen geschaut. Wir haben paar Sekunden eher oder später auch die ISS vorbei flitzen sehen, war schon beeindruckend der tolle Sternenhimmel mit Milchstrasse hinterlegt. Unser Zeltplatz ist dunkel und Abseits vom Licht! Heute haben wir übrigens unser Zelt gegen eine trockene Ferienwohnung getaucht. Bei Dauerregen und 13 Grad macht das Zelten eben doch keinen Spaß. Euch wünschen wir noch viele trockene, erlebnisreiche Kilometer.
    Bis zum nächsten mal……
    Liebe Grüße von Saskia und Thomas

    • Oliver sagt:

      Hey ihr zwei,
      es ist dieses Jahr genug Regen für alle da! Ich denke, kalter Almdudler unter warmer Sonne ist euch auch lieber!
      Lg Maria & Oiver

  2. saskia sagt:

    Hallo ihr zwei,
    noch eine Anmerkung von mir. Trier haben wir 1991 auf unserer Hochzeitsreise besucht. Es war unsere erste Westreise damals. Sehr aufregend! Kaisertherme, Amphitheater und Porta Nigra sind in bester Erinnerung. Ich liebe die Mosel und deren vorzüglichen Wein! Vor zwei Jahren waren wir erneut dort. Neben Radfahren kann man auch gut Wandern.
    In den Bergen hier und jetzt regnet es Bindfäden. Aber wir machen das Beste daraus und erholen uns. Wir haben es jetzt zum Glück trocken und warm.
    Herzliche Grüße
    Saskia

    • Oliver sagt:

      Ja dann macht einfach einen nur Kuschelurlaub daraus zum Silberhochzeitsjahr. Oder wenn Gott 2 wieder will, sag ihm Gott 1 brauch Hilfe beim Sommermachen!? ?

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